Katzen in der Physiotherapie

Wenn Katzen Unterstützung brauchen

Die Tierphysiotherapie hat eine klare Entwicklungsgeschichte: vom Menschen über das Pferd zum Hund – und erst nach und nach zu anderen Tieren. Auch bei Katzen ist die Physiotherapie noch nicht so etabliert wie beim Hund, dabei können Katzen genauso von gezielter Behandlung profitieren.

In unserer Praxis behandeln wir Katzen regelmäßig, auch wenn sie zahlenmäßig (noch) seltener vorkommen als Hunde – ein völlig normaler Teil dieser Entwicklung. Übrigens: Auch bei anderen Kleintieren ist Physiotherapie grundsätzlich möglich – wir haben sogar schon erfolgreich Hühner mit neurologischen Ausfällen behandelt! 🐔

Die Katze entscheidet

Bei der Katzenphysiotherapie gilt eine wichtige Grundregel: Die Katze entscheidet, welche Therapieform sie akzeptiert. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist, dass sich die Katze von Fremden berühren lässt und nicht in übermäßigen Stress gerät, wenn sie von zu Hause weg muss.

Übrigens findet bei Katzen keine ausführliche Erstanamnese mit Gangbildanalyse statt, wie wir sie bei Hunden durchführen – hier braucht es mehr Beobachtung, Geduld und manchmal auch Versuch und Irrtum.

Was bei Katzen gut funktioniert

  • Lasertherapie – schmerzlindernd, entzündungshemmend, fördert die Wundheilung und kann auch zur Narbenbehandlung eingesetzt werden, sobald der Chirurg das Messer weggelegt hat

  • NOVAFON (Vibrationstherapie) – sanft und meist gut akzeptiert

  • Massage – zur Entspannung und Muskellockerung

  • Atemtherapie

  • Thermo- & Kryotherapie – Wärme und Kälte je nach Bedarf

  • Krankengymnastik – auch aktives Training ist möglich, wie unser Patient Willy beweist, der über Hürden läuft!

  • Unterstützung bei der kognitiven Dysfunktion (Katzendemenz) – auch hier kann die Lasertherapie unterstützend wirken

Nicht geeignet bei Katzen: Taping und Unterwasserlaufband funktionieren bei unseren Katzenpatienten nicht.

Besondere Hilfsmittel – Orthesenbau

Orthesen für Katzen sind auf dem Markt kaum erhältlich. Über eine Kooperation mit einer befreundeten Physiotherapeutin können wir euch bei der individuellen Anfertigung einer Orthese für eure Katze unterstützen.

Häufige Anlässe für eine Katzenphysiotherapie

  • Unfälle – häufig in Kombination mit einer Operation

  • Geriatrische Arthrose – ältere Katzen mit Gelenkbeschwerden

  • Verhaltensbedingte Anspannung – zum Beispiel nach einem Umzug von völliger Freiheit zu eingeschränktem Auslauf

Wichtig zu wissen

  • Wenn eine Katze in der Praxis behandelt wird, ist zur gleichen Zeit kein Hund anwesend – Stressvermeidung hat oberste Priorität

  • Die Behandlungsdauer ist nicht kürzer als bei Hunden – Katzen brauchen einfach eine andere Art der Herangehensweise

  • Statt Keksen motivieren wir mit Lieblingsleckerli, Malzpaste oder dem passenden Spielzeug

Die Erstaufnahme sowie jede weitere Behandlungseinheit kosten wie bei Hunden 63,00 €.

Ihr habt Fragen oder möchtet einen Termin vereinbaren?
Wir sind gerne für euch da – telefonisch, per WhatsApp oder über unser Kontaktformular.

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